Brutboxen

Seit 2014 besetzt unser Verein, zur Verbesserung Gewässerökologie, jährlich 3 Brutboxen in der Fils.
Bild von Brutboxen

Artgerechte Erbrütung vor Ort

Wegen der fehlenden Reproduktion von Salmoniden wird oft wird mit Besatzfischen gearbeitet. Diese in Fischzuchten aufgewachsenen Fische sind aber nur ungenügend an das Nahrungsangebot, an die Wasserchemie, an Krankheitserreger und an natürliche Fressfeinde angepasst. Deshalb scheitern Besatzmassnahmen häufig und können nicht als nachhaltig bezeichnet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass solche Besatzfische nicht auf das Gewässer geprägt sind und sich so im laichreifen Alter nicht reproduzieren.

Mehr Nachhaltigkeit für eine intakte Gewässerökologie

Der beste und ökologisch nachhaltigste Besatz ist der, der mit befruchteten Fischeiern durchgefürt wird. Dadurch wird eine natürliche Bestandspyramide erreicht und eine ökologisch negative Beeinflussung von anderen Fischarten vermieden. Durch den Biomassebesatz von fangfähigen Bachforellen oder anderen Salmoniden können nämlich wertvolle Kleinfischarten dezimiert werden, wodurch sich das Fischartenspektrum nachteilig ändert. Im Gegensatz dazu wird durch den Besatz mit Fischeiern kein Überbesatz getätigt, denn durch das Nahrungsangebot und die Fressfeinde wird sich immer ein dem Gewässer ökologisch angepasster Bestand entwickeln.

Bild von Brutboxen
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Funktionsweise

Die Eikammern werden in das Brutboxgehäuse eingesetzt und mit Salmonideneiern im Augenpunktstadium befüllt. Danach werden die Eikammern mit dem Deckel verschlossen. Unterstände und Totholz im Uferbrereich schützen die Brut vor Fressfeinden. Die gefüllte Box wird vorsichtig in das Schutzrohr eingeführt und fertig montiert an dem ausgesuchten Standort auf dem Flussgrund befestigt. Sobald die Brütlinge schwimmfähig geworden sind, verlassen sie selbständig die Brutbox. Anschließend suchen sie sofort einen dunklen Unterstand auf. Im Gegensatz zu vergrabenen Brutboxen ist das Verlassen der Eikammern auch bei hohen Feinsedimentmengen möglich. Die Gefahr, dass die Larven im Interstitial ersticken, besteht nicht.